sz-online, 14.09.2006:

Werben für umstrittene Öko-Energie


Die Gemeinde Mittelher- wigsdorf veranstaltet am 17. September erstmals den "Tag der Umwelt". Die SZ sprach mit einem der Organisatoren.

Wie ist die Idee zu diesem Tag entstanden?

Der "Tag der Umwelt" ist der erste regionale dieser Art und eine fraktionsübergreifende Initiative von Gemeinderäten der Gesamtgemeinde Mittelherwigsdorf. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Rates stellten wir fest, dass es in unserer Gemeinde viele ökologische Betriebe und Anlagen gibt. Weiterhin ist auch bekannt, dass regenerative Energien heutzutage sehr umstritten sind. Um den Betrieben aber die Möglichkeit zu geben, ihre ökologische Arbeitsweise näherzubringen, wollten wir diese an einem Ort zusammenkommen lassen. Als Veranstaltungsort fanden wir das ehemalige Edeka in Oberseifersdorf.

Was erwartet den Besucher?

Auf dem Programm steht unter anderem ein Umweltgottesdienst der Kirchgemeinden Oberseifersdorf und Mittelherwigsdorf. Das Thema ist die Bewahrung der Schöpfung. Außerdem können die Besucher unterschiedliche Umwelt-Aktivitäten in der Gemeinde besichtigen und ihre praktische Anwendung studieren, so zum Beispiel die Miku-Biogasanlage, die Windkraftanlage, die Wassergenossenschaft und die Pflanzenkläranlage der Kulturfabrik. Die Betriebe machen auch eigenständige Führungen. Um es auf breitere Beine zu stellen, haben wir einen Erzeuger- und Naturmarkt mit über 20 Ständen vorbereitet, wo ökologische Produkte auch anderer Gemeinden angeboten werden. Für den Nachwuchs haben wir ebenfalls etwas: Das Pferdereiten, den Schülerbusch und ein Energiemobil, wo das Thema Energie kindergerecht präsentiert wird. Anschließend gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema "Ökosystem Dorf". Dort werden Gäste wie Landrat Günter Vallentin erwartet. Zum Abschluss der Veranstaltung wird der Umweltpreis des Landkreises Löbau-Zittau vergeb
Ein vielseitiges Programm. Was wünschen Sie sich für den Tag?

Viele interessierte Besucher. Das Thema Umwelt und vor allem die Nutzung regenerativer Energien wird sicherlich bei vielen auf großes Interesse stoßen. Andere Gemeinden sind natürlich auch herzlich eingeladen. Ich denke da nur einmal an Ostritz. Dort ist Umwelt ein Hauptthema aufgrund ihrer ebenfalls vielen ökologischen Betriebe. Wir würden es begrüßen, wenn durch unseren Tag eine Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden zustande käme.



Gespräch: Thomas Christmann