Die Verwendung von Modellen aus anderen Wissenschaftsbereichen
zur Erklärung z.B. kommunikationspolitischer Zusammenhänge
erscheint dann problematisch, wenn das Modell einfach auf das zu
Erklärende übertragen wird. So erscheint es fragwürdig,
das Internet modellhaft als biologischen Organismus zu beschreiben
und dann sämtliche Gesetze, die für Organismen kennt,
auch im Internet anzunehmen. |
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Oder wenn behauptet wird: |
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Mit solchen Aussagen wird die "Theorie der Mannigfaltigkeiten"
unzulässigerweise naturalisiert, das Rhizom erscheint als wahre,
weil naturgemäße Funktionsweise von z.B. Kommunikation.
Aussagen, selbst solche, die scheinbar ontologisch sind (wie die, das Rhizom sei Prinzip der Natur), haben nur strategischen Wert und keinen Wahrheitsstatus. So kommt es nicht darauf an, ein Rhizom als utopische Entität herzustellen, sondern prozessual in jede soziale Situation das Rhizomorphe einzuschreiben. Ein Rhizom ist nicht, es kann nur gemacht werden. |