Donnerstag

Tageseinleitende Worte von Ees:

Wir leben in einem stumpfen Trott (Jawohl gibs uns), lassen uns mit Informationen bombardieren, rasen von einer Aktivität zur nächsten und geben uns keine Zeit, all dies intellektuell und emotional - und auch physiologisch - zu verarbeiten. Die Zeit scheint mit einer Geschwindigkeit zu verfliegen, die uns keine Möglichkeit läßt, einfach dazusein.

Diejenigen, die das Bedürfnis verspüren, dieses schwindelerregende Tempo für sich zu verlangsamen oder gar stehen zu bleiben, empfinden früher oder später die Notwendigkeit, wieder Rituale in ihr Leben einzuführen - das Ritual als heiligen Vorgang, als Mittel, das Göttliche zu spüren und zu feiern. Sie nehmen sich ein Stück göttlichen Raum und göttliche Zeit und formen es für sich, um ihren Tagen einen tieferen Sinn zu geben.l

Wenn dies bewußt und im Einklang mit der göttlichen Realität geschieht, kann jede Tätigkeit zum wichtigen, lebensbejahenden Ritual werden. Dies trifft auch auf unser sexuelles wie sinnliches Leben zu.

Ich glaube auch, daß wir eine klare Spiritualität entwickeln sollten, die Anleitung, aber nicht autoritäre Hierarchie beinhaltet; die es ermöglicht, sich belehren zu lassen und zu lernen, aber nicht verbissen Selbstbeobachtung ausprägt; und die Kontinuität, aber nicht starren Glauben an bestimmte Prinzipien und Praktiken betont. Vor allem sollte die neue Spiritualität den dualistischen Gegensatz zwischen Herz und Verstand, Körper und Geist, Himmel und Erde, Gott und Kreatur sowie einem Menschen und den anderen überwinden. Sie sollte das Leben als Farbpalette wahrnehmen: Die Wirk-lichkeit oder das Unerklär-liche ist unwiderruflich in allem und ist alles.

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Die Mumie als Ergebnis der abendliche Inszenierung
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