Sonntag, 14. September 2003, 10.00 bis 18.00 Uhr:
Am 14. September findet deutschlandweit der Tag des offenen Denkmals statt. "Wohnen im Baudenkmal" ist in diesem Jahr das Motto - Anlaß für die Bewohnerinnen und Bewohner der Kulturfabrik in Mittelherwigsdorf, ihr Domizil für Neugierige und Interessenten zu öffnen. "Gemeinschaft, Ökologie und Kunst im Denkmal" ist ihr Thema.
Die kleine, lebendige Gemeinschaft von zu Zeit acht Erwachsenen und einem Kind lebt seit nunmehr sechs Jahren in dem alten Gebäude, welches sie nach und nach als Wohnraum, Gewerberaum und Begegnungsstätte für kulturell und künstlerisch Interessierte ausbaut.
Ein Kino und die dazugehörige Kneipe, ein Atelier, eine als "Großraumbüro", Wohnzimmer, Musikproberaum und Spielplatz genutzte Halle und vieles mehr beherbergt die fast hundert alte Fabrik in der Hainewalderstraße 35.
Für den Tag des offenen Denkmals wurde bereits umfassend über die spannende Geschichte des Gebäudes recherchiert: Wußten Sie z.B. schon, daß in der Scheibe (heute Mittelherwigsdorf) einmal Nudeln produziert wurden ? Oder daß hier Kleider genäht und Kalender fabriziert wurden, daß sogar künstlerische Werkstätten hier ihre Heimat hatten ?
Dies alles und noch viel mehr gab es in der ehemaligen Teigwarenfabrik, später Kunstgewerbl. Zeichenatelier, Kalenderfabrik, Möbelwerkstätten, Bautischlerei. "Wir hoffen, daß am Tag des Offenen Denkmals auch viele ehemalige in der Fabrik Beschäftigte und Ansässige kommen und über ihre Erinnerungen und ihre Beziehung zu unserem jetzigen Zuhause erzählen", wünscht sich eine Bewohnerin.
Heute spielt das Thema "Ökologie" in der Kulturfabrik eine große Rolle. So werden auch am Denkmalstag an Renovierung und Ausbau beteiligte Firmen ihre Arbeit vorstellen und Fragen zu Themen wie ökologische Heizung, Energiegewinnung, Abwasserklärung, umweltverträgliche Baustoffe und vieles mehr beantworten.
Gemeinschaft, Ökologie und Kunst im Denkmal mit:
o Führungen durch Haus und Garten: 11.00, 14.00, 17.00
o Präsentation von Firmen, die an Renovierung und Ausbau der Kulturfabrik beteiligt sind:
o Video- und Fotodokumentation: Gemeinschaft, Ökologie und Kunst im Denkmal
o Präsentation der im Haus ansässigen Firmen: Seel-Art, Monitor Computertechnik, Heilpraxis Barbara Terfort und Kulturfabrik Meda e.V.
o Kaffee und Kuchen, Kino, Gespräch mit Ex-BewohnerInnen, Chor, Baumpflanzung