Das Geschenk Pribers

Impulse Indianischer Stammeskultur für eine soziale Utopie der Gegenwart Eine Kunstwoche im Rahmen des Zittauer Priber-Sommers

 
Vom 5. bis 11. September 2016 trafen sich acht Künstler_innen verschiedener Sparten, um sich mit der Person eines gewissen Christian Gottlieb Prieber/Priber (im folgenden "Priber") auseinanderzusetzen und sich von dessen Lebensweg inspirieren zu lassen.
Wer war Christian Gottlieb Priber? Ein Zittauer Advokat des frühen 18. Jahrhunderts, der seine Heimat Richtung Amerika verlassen hat, um dort im Zusammenleben mit einem Stamm der Cherokees seine sozialen Utopien zu verwirklichen.
Die Gruppe ging in einem gemeinsamer künstlerischer Prozess mit den Mitteln von Musik, Tanz/Performance, Malerei/Grafik, Schreiben, Fotografie und Installation der Frage nach: Wenn Priber in seine Heimat zurückgekehrt wäre - Welches Geschenk hätte er uns mitgebracht?
Beim Tag des Offenen Denkmals präsentierten die Künstler_innen die Ergebnisse der Woche im Grätzschen Haus in Zittau, einem Bürgerhaus aus der Zeit Pribers.

Hier sind einige Impressionen davon:


Performance des Duos Srawusch (Sabine Wutschek, Franz Sramek)

 
 
 
Wir nehmen unsere Geschichte mit, egal, wohin wir gehen. Wir hängen an ihr, sind mit ihr verbunden. Das ist der Kerngedanke der tänzerischen Performances. Ärmel und Mütze der Tanzkostüme sind festgebunden. Sie dehnen sich in eine noch unbekannte Zukunft hinein, stellen Verbindung her zwischen dem Ort, von dem wir kommen und dem, zu dem unsere Wünsche und Träume uns ziehen. Utopie und Herkunft sind eins. Die Zeit dehnt sich.
 
 
 

Beloved Priber - Lebendige Installation von Julia Tham

Mehr Freiheit wagen - Auf Augenhöhe!

(Christian Gottlieb Priber setzte sich erst in seiner Heimat als Advokat, dann in der neuen Welt als Aussteiger für die Gleichheit der Geschlechter, stände und Rassen ein - "Alles für Alle". Er wurde von den Cherokee "Geliebter Mensch" genannt.)
 
 
 

Meditation zur Zeit - Installation von Rolf Monitor

Stein, Wasser, Glas, 8,2 g Kupfer, 3,8 g Kobalt, 0,2 g Silber, 0,03 g Gold
 
 

Pribers Geschenk / Die Gabe der Indianer - Grafiken von Rotraud Rospert

Christian Gottlieb Prieber hält ein Gesetzbuch in Händen. Es ist sein Geschenk an die Menschen,
die ihn in Nordamerika aufnehmen. Er setzt sich für ihre Rechte ein.
 
Der Indianer trägt eine Friedenspfeife. Eine andere Art der Verhandlung, ein Ritus der Verständigung -
als Geschenk an den Deutschen Advokaten.

Am Feuer der Sammlung - Installation von Veronika Kirchmaier

Der Kreis ums Feuer - als Symbol der Stammeskultur, die Christian Gottlieb Priber für den zweiten Teil seines Lebens gewählt hat - ist ein Ort der Sammlung, der Verlangsamung inmitten unseres schnellen Lebensflusses, ein Ort des Zuhörens und der Verständigung untereinander.
 

Traumfänger - Installation von Veronika Kirchmaier

Am indianischen Traumfänger hängen die auf Papier festgehaltenen Utopien von Zittauer Bürgern. Im Traum von einer besseren Welt entsteht eine Verbindung zwischen der Gestalt Pribers und den Menschen, die heute in seiner Heimatstadt leben.
 

Indian Brokat - Malerei von Ulrike Friese

Indianisch-spirituelle Ornamente verbinden sich mit den historischen Räumen des Gebäudes aus Pribers Zeit.
 

Rolf Monitor - Keyboard, Percussion & Thomas Ritthoff - Drums, Percussion

Die Musik verbindet über den akustischen Raum des Innenhofs die einzelnen Stockwerke des Grätzschen Hauses.
 

Gesegneter Weg der Schönheit - Installation von Alexandra Seel

 

Die Fotos auf dieser Seite sind von Julia Tham, Rolf Monitor und Veronika Kirchmaier.
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